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TU Berlin

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ICU - Internes Crowdsourcing in Unternehmen: Arbeitnehmergerechte Prozessinnovationen durch digitale Beteiligung von Mitarbeiter/innen

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Als direkte Folge der technologischen Entwicklungen der letzten zehn Jahre stellt das interne Crowdsourcing eine moderne Form von innerbetrieblicher Wissensverbreitung und von digitaler Zusammenarbeit dar. Beim internen Crowdsourcing erzeugen eine Gruppe von Beschäftigen eines Unternehmens (die Crowd) im Austausch über eine digitale Plattform effizient Ideen und Lösungen, die zu neuartigen Produkten und Dienstleistungen führen. Für Unternehmen ist die dadurch erreichte Effizienzsteigerung attraktiv. Die Akzeptanz von IC durch die Beschäftigten, die sich dabei regelmäßig über ihren alltäglichen Zuständigkeitsbereich hinaus in andere Unternehmensprozesse einbringen, wird durch das Fehlen nachhaltiger Anreize aber erschwert. Damit Beschäftigte langfristig motiviert sind und einen Mehrwert aus der Arbeit in der Crowd ziehen, muss das Verfahren, das momentan ausschließlich für Innovationsmanagement genutzt wird, weiterentwickelt und arbeitnehmergerecht gestaltet werden.

Das Ziel des Verbundprojektes ICU ist es daher, in einem mehrstufigen Verfahren ein branchenübergreifendes Referenzmodell für internes Crowdsourcing in Unternehmen zu entwickeln. Im Fokus stehen die arbeitnehmergerechte Gestaltung der Anwendung, die digitale Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Unternehmensprozessen und die Eröffnung neuer Qualifizierungsmöglichkeiten durch Crowdarbeit.

Auf der Grundlage von Analysen betrieblicher IC-Implementationen, wissenschaftlicher Forschung und Praxiswissen wird zuerst ein IC-Modell entwickelt, das sich aus IC-Strategie mit den Konzepten ‘Innovationsmanagement’, ‘Mitarbeiterbeteiligung’ sowie ‘Qualifizierung & Weiterbildung’, der Smartphone basierten IC-Plattform “Crowdee” und betrieblichen sowie arbeitsrechtlichen IC Verfahrensstandards zusammensetzt. Das IC-Modell wird im Energiedienstleistungsunternehmen GASAG AG zum Einsatz gebracht und vom Unternehmen auf den eigenen speziellen Anwendungskontext hin angepasst, erprobt und  zu einem Good-Practice-Modell für IC im Dienstleistungssektor weiterentwickelt. Die Ergebnisse der Modellanwendung werden zu einem branchenübergreifenden Referenzmodell ausgeformt. In ICU wird ein beteiligungsorientierter Ansatz verfolgt, bei dem alle Stakeholder (Belegschaft/Betriebsrat/Unternehmensführung) und Umsetzungspartner durch partizipative Maßnahmen von Projektbeginn an in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Zm sicher zu stellen, dass die Crowdarbeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu einer Mehrbelastung im Arbeitsalltag führt, werden im Projekt zusätzlich die Leitlinien für eine gute digitale Arbeit der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft (2013) sowie die Leitlinien für eine gute digitale Arbeit des DGBs (2014) eingehalten.

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektpartner: Technische Universität Berlin: Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre/ FG Arbeitslehre/Partizipation und Technik | Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik/ FG Quality and Usability Lab | Institut für Technologie und Management/ FG Innovationsökonomie; GASAG AG; Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Berlin; Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel

Laufzeit: 06/2017 – 05/2020

Verantwortliche Mitarbeiter/innen:

Projektleiterin: Hannah Ulbrich

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Marco Wedel

Studentische Hilfskraft: Timo Schmidt

Projektwebsite: folgt

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